Erkennen kann man Bio-Produkte an Bio-Siegeln auf der Verpackung. Es gibt ein deutsches staatlichesn Bio-Siegel oder auch die Siegel der Bioverbände, in denen sich viele ökologische Produzenten zusammengeschlossen haben.
Hier findest du einen Überblick!

Das bekannteste und am häufigsten genutzte Label in Deutschland ist das deutsche staatliche Bio-Siegel. Es wird seit 2001 vergeben und kennzeichnet Lebensmittel, die der EU-Öko-Verordnung genügen und damit die großen Grundregeln für Bio erfüllen:

Seit dem 1. Juli 2010 ist dieses Logo für alle verpackten Bio-Produkte, die in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellt wurden, verbindlich vorgeschrieben. Das deutsche Bio-Siegel und die Label der ökologischen Anbauverbände dürfen weiterhin zusätzlich genutzt werden. Bereits produziertes Verpackungsmaterial darf noch bis Januar 2012 aufgebraucht werden.

Das EU-Energielabel gibt Auskunft über die Energieeffizienz von Elektrogroßgeräten wie Kühlschränken und Waschmaschinen, aber auch Lampen. Dazu werden die Geräte verschiedenen Energieeffizienzklassen zugeordnet.
Aufgrund des technischen Fortschritts haben die meisten angebotenen Geräte die Effizienzklasse A. Klasse A ist also mittlerweile normal und nicht besonders umweltschonend. Deswegen wurden zwischenzeitlich die Klassen A+ und A++ eingeführt, um wirklich sparsame Geräte zu kennzeichnen.
Ab 2011 gibt es die neuen Klassen A-20%, A-40%, usw., bei denen sich die Energieeinsparung relativ auf Klasse A bezieht.


Strengere Richtlinien haben sich die acht deutschen Bio-Anbauverbände auferlegt, wobei Bioland, Demeter und Naturland die Bekanntesten sind.
Ein wesentliches und gemeinsames Merkmal ist der Gedanke der Kreislaufwirtschaft. Konkret heißt dies, dass Ackerbau und Viehhaltung aneinander gekoppelt sind: Auf der Ackerfläche werden neben Verkaufsfrüchten die benötigten Futterpflanzen für die Tierhaltung erzeugt, die pflanzlichen Abfälle und der tierische Dung werden wiederum der Ackerfläche als Dünger zugeführt. Das bedeutet auch, dass der gesamte Betrieb auf Öko umgestellt sein muss. Nach der EU-Öko-Verordnung können Bäuer-innen hingegen auch nur Teile umstellen, den Gemüseacker zum Beispiel, während die Tierhaltung konventionell weitergeführt wird - wodurch die Gefahr einer Vermischung wächst.
Das Öko-Futter muss mindestens zur Hälfte vom eigenen Hof stammen. Die Anzahl der Tiere ist an die Betriebsgröße gebunden und die Tiere haben in der Regel mehr Platz im Stall. Die Verwendung von natürlichen Pflanzenschutzmitteln wie Kupfer, die gegebenenfalls für Mensch und Umwelt auch schädlich sein können, ist stärker beschränkt.

Das Fairtrade-Siegel für fairen Handel findet sich hauptsächlich auf Waren, die aus Entwicklungsländern in Industrieländer exportiert werden, wie z.B. Kakao und Schokolade, Bananen, Kaffee, oder Orangensaft. Die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung dieser Produkte sind oft sehr schlecht.
Zwar sind fair gehandelte Produkte teurer als konventionelle, aber durch den höheren Preis und die besseren Arbeitsbedingungen profitieren über 1,4 Millionen Landwirt-innen und Arbeiter-innen in rund 60 Ländern.
Dazu gehört auch weniger Gifteinsatz auf den Feldern, was den Arbeiter-innen und der Umwelt zu Gute kommt. Meistens sind faire Produkte auch ökologisch hergestellt und haben deswegen auch das Bio-Siegel.

Der Blaue Engel setzt seit mehr als 30 Jahren Standards für Umweltschutz und Nachhaltigkeit in den unterschiedlichsten Produktbereichen.
Der Blaue Engel für Recyclingpapier fordert einen Anteil von 100 % Altpapier am Faserstoff.
Das bedeutet:

„Urwaldfreundliches” Holz ist leicht zu erkennen, allerdings bisher nicht immer leicht zu bekommen. Der Forest Stewardship Council (FSC) vergibt an Forstbetriebe in aller Welt Zertifikate für ökologisch verträgliche, sozial gerechte und zugleich ökonomisch machbare Waldbewirtschaftung. Die Forstbetriebe müssen strengen Regeln folgen:
FSC wird von allen großen Umweltverbänden anerkannt und unterstützt.
Greenpeace warnt: Fast alle anderen Siegel sind fauler Zauber und bieten keine Sicherheit es handelt sich um Scheinzertifikate der Holzwirtschaft!