Klima und Wetter

Am Ende der Nachrichten kommt der Wetterbericht. Darin ist die Rede vom Wetter heute, morgen und in den nächsten Tagen. Mit Wetter ist das gemeint, was du siehst, wenn du vor die Tür gehst und zum Himmel schaust: Es regnet, es ist bewölkt, es stürmt oder die Sonne scheint und der Himmel ist strahlend blau. Das Wetter ändert sich ständig. Der strahlend blaue Himmel kann in wenigen Stunden, manchmal sogar in Minuten von düsteren Wolken, aus denen es blitzt und donnert, bedeckt werden. Und durch eine schwarze Wolkendecke kann urplötzlich die Sonne scheinen.
Wetter ist der kurzfristige, stets wechselnde Zustand der Atmosphäre. Das Klima ist sozusagen das »Durchschnittswetter« über einen längeren Zeitraum ‫ meist dreißig Jahre. Dazu werden dann Durchschnittstemperaturen und -niederschläge sowie die Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen (Wirbelstürme, Hitzewellen, Starkregen etc.) berechnet. »Klima« ist also nirgendwo direkt messbar, sondern eine Statistik aus vielen Messungen. Man kann das Klima für ein Land, eine Region oder auch global beschreiben.
Falls die Klimavariablen, d.h. Temperatur, Niederschlag, Wind, Verdunstung usw. um einen langjährigen Mittelwert schwanken, bleibt das Klima stabil. Wenn sich der Mittelwert und die Variabilität der Extreme erkennbar verändern, liegt eine Klimaänderung vor. Das bedeutet zum Beispiel, dass sich extreme Wetterereignisse häufen und mit größerer Intensität stattfinden.
Im Gegensatz zum Wetter lassen sich die statistischen Mittelwerte des Klimas theoretisch längerfristig vorhersagen, insbesondere für größere Räume wie Kontinente oder den Globus, z.B. die globale Mitteltemperatur.