Internationale Klimaverhandlungen

Bei internationalen Verhandlungen zwischen den Regierungen der Nationalstaaten wird versucht, Vereinbarungen zu treffen, welcher Staat wie viele Treibhausgase ausstoßen darf. Dies führte im Jahr 1997 zum Kyoto-Protokoll, in welchem sich viele Industrieländer nur zu einer geringen Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichteten. Das Problem ist, dass Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen meistens Kosten für die Wirtschaft bedeuten, zum Beispiel, weil neue Filteranlagen gekauft werden müssen. Somit hat der  jeweilige Staat einen Nachteil in der internationalen Standortkonkurrenz. Denn wer mehr Kosten hat als ein Konkurrenzunternehmen aus einem anderen Land, kann seine Produkte in der Regel nicht günstiger verkaufen oder muss diese Mehrkosten sogar auf den Preis draufschlagen.
Diese Konkurrenz zwischen den nationalen Wirtschaftsstandorten und den Regierungen, die sie betreuen, macht Vereinbarungen, die gut für das Klima sind, so schwierig. So erreichen die Industrieländer nicht einmal die selbst gesetzten Kyoto-Ziele. Ein weiteres Beispiel ist der gescheiterte Klimagipfel in Kopenhagen im Jahr 2009, wo es um eine Nachfolge für das Kyoto-Protokoll ging, aber keine Einigung erzielt werden konnte.
Das Ziel der deutschen Bundesregierung ist es, bis zum Jahr 2020 die deutschen Treibhausgasemissionen um 40% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Es ist allerdings fraglich, ob dies mit den aktuellen politischen Entscheidungen erreicht werden kann. Aber selbst wenn, sind 40% nicht genug. Umweltverbände wie der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern daher für Deutschland eine Reduzierung um mindestens 50% bis 2020, um das Klima zu retten.